between joy and deep grief

kreise und kreise und kreise und kreise

 

Wohin du dich drehst
überall unsichtbare Wände.
Du lehnst die heiße Stirn
gegen das Glas.

Ein müder Pantomime,
du hebst nicht mal mehr die Hände.
Und unter deinen Schuhen
wächst das Gras.

Und du fragst,
ist denn alles was mir noch bleiben soll
unsichtbare Botschaften zu schreiben?

Ist denn alles,
was von mir bleiben soll,
mein S.O.S in Atem an den Scheiben?

Und du bleibst Jahr für Jahr
in deinem Käfig aus Glas.

Und du drehst Kreise um Kreise um
Kreise um Kreise um Kreise.

Und Ja Ja Ja
vielleicht macht das ja Spaß,
immer entlang an der Käfigwand,
auf dieselbe Weise.

Und du setzt Schritt
vor Schritt
vor Schritt
und schreckst ein Stück zurück.

Und du sagst Ja Nein JA
und dazu wiegst du dein Haupt.
Ganz genau wie gefangene Tiere

oder Greise.

Und Ja Ja Ja
vielleicht warst du ein Raubtier.
Jetzt bist du Taub
Und hast Staub auf den Augen

und brüllst dich heiser.


Und du bleibst Jahr für Jahr
in einem Käfig aus Glas.
Und du drehst Kreise um Kreise um
Kreise um Kreise
um Kreise.

Und Ja Ja Ja
vielleicht macht das ja Spaß
immer entlang an der Käfigwand
auf dieselbe Weise.

Und du baust Jahr für Jahr
an deinem Käfig aus Glas.
Und du drehst Kreise um Kreise um
Kreise um Kreise

um Kreise.



Und Ja Ja Ja
vielleicht macht das ja Spaß.

Aber du drehst Kreise und
weißt doch
ein Kreis ist noch keine Reise.

21.10.10 20:30

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