between joy and deep grief

lachen oder weinen

 

der Zukunft glücklich und neugierig entgegen treten oder vorsichtig und zurückhaltend - aus Angst vor Verletzungen?

Auf Freude hoffen oder Leid befürchten?

Ausprobieren oder tatenlos sein?

Tanzen oder still stehen?

Brüllen oder schweigen?

 

Leben oder sterben?

 

So geht es mir, wenn ich Bilder von dir sehe.. von uns..
und ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

 

Und mache beides.

24.3.10 00:03, kommentieren

besser leben

Wofür würde man sich entscheiden?

 

Wenn man ein Leben wählen könnte, in dem man glücklich ist.. zufrieden.. und sein Leben liebend bejaht.. es aber abrupt, grausam und aufs Schlimmste gedemütigt enden würde..

 

Oder ein Leben, das aus reiner Knechtschaft besteht.. Unterdrückung, Rechtfertigung und Leid.. dieses Leben aber anhält, lange währt und unaufhörlich erscheint.

 

Was würde man wählen?

 

Ich wüsste es nicht.

 

 

 

 

 

1 Kommentar 24.2.10 15:30, kommentieren

Über Unterschiede

 

 

Es gibt Unterschiede zwischen den Menschen, wie sie jedermann bekannt sind. Diese Unterschiede sind nicht nur lapidar, sondern maßgeblich für unser Tun und Denken sowie unser Verhalten gegenüber anderen Mitmenschen. Trennt man Menschen in die klassischen Kategorien, wie es allseits verständlich ist, so erhält man die simplen Kategorien "Gut" und "Böse". Menschen lassen sich aufgrund ihrer Art und Weise Dinge zu benennen, Handlungen auszuführen und mit anderen Menschen umzugehen, in diese Kategorien - für jedermann nachvollziehbar - einordnen.

Doch ein genauerer Blick zeigt, dass Menschen nicht punktuell bestimmtbar sind, sondern einem ständigen Entwicklungsprozess unterliegen, sodass die genannten zwei Schemen zu unterscheiden, mehr noch - aufzubrechen - sind.

 

Die Würdigsten unter ihnen sind die guten Menschen. Und zwar gut in ihrem Tun, Fühlen und Handeln. Sie üben diese menschlichen Disziplinen nach bestem Gerechtigkeitssinn gegenüber Anderen, aber auch sich selbst aus. Dass sie "gut" sind und als solches auch anerkannt werden, impliziert, dass sie immer schon gut waren. Ihre Entwicklung ist also stets von dem Gedanken getragen, mit sich selbst, seinen guten Vorstellungen und Ideen im Reinen zu sein (wenn man von gelegentlichen Abweichungen, wie sie jeder einmal erlebt, einmal absieht). Sie sind Vorbilder, die als solches von anderen Menschen erkannt werden, ohne dass sie dies selbst hervorbringen müssten. Ihr Charakter und ihre Seele ist unveränderbar gradlinig in ihrer Eigenheit, Gutes zu tun und zu fühlen.

 

Von diesen guten Menschen zu trennen, sind die, die gut geworden sind. Auch sie handeln aus guten Einsichten und Erkenntnissen, die  vorher aber von einer "schlechten" Handlungsweise geprägt waren. Ihr grundlegender Charakter des scheinbar "Schlechten", der sich zu Beginn ihrer Entwicklung gezeigt hat, wurde durch gute Erfahrungen (vielleicht mit "unveränderbar" guten Menschen) gewandelt. Ihre neuen Einsichten bestehen nun darin, Gutes zu tun für sich selbst und Andere, ähnlich der grundlegend guten Menschen. Sie sind nicht gefeit davor, sich wieder (durch Begebenheiten o.Ä.) zu wandeln, aber ihre Eigenschaften gehen in die Richtung, den Menschen um sich herum, sowie sich selbst im bestmöglichen beizustehen. Diesen Menschen muss ihr Tun anerkannt werden. Der lange Prozess des Wandelbaren greift tief in die Seele des Einzelnen. Diese Menschen besitzen Kraft und Mut und die Fähigkeit an sich zu glauben.

 

Eine andere Sorte spielen hingegen die gurndauf bösen Menschen. Ähnlich wie die Guten haben sie einen permanent-grundlegenden Charakter, der für sich genommen unwandelbar ist. Sie haben ihre Vorsätze, glauben an ihre Einsichten und Überzeugungen. Das, was sie fühlen und tun empfinden sie in ihren Augen als gut. Eine positive, reine Zuwendung gegenüber anderen, fremden Menschen wird kaum ausgeführt. Dennoch gehört zu ihren Eigenschaften eine tiefe Überzeugung in der Seele. Sie bleiben ihren Grundüberzeugungen treu. Sie verraten sich nicht, da sie es, wenn sie es tun würden, aus falscher Überzeugung heraus tun würden. Da ihre Seele unwandelbar ist, können sie nicht zu den "veränderten Guten" wechseln: Menschen, die unter einem normalen Verständnis als "schlecht" gezählt werden würden, haben keine Bestrebungen ein "gutes" Wesen vorzutäuschen. Und ein anders Anliegen, als die Täuschung, kann eine Wandelbarkeit ihrer Seele nicht begrüunden. Diese Menschen ändern zu wollen, hieße ihnen (aus ihrer Sicht) falsche Überzeugungen aufzudrängen. Für sich betrachtet verfolgen diese Menschen ihre grundüberzeugenden Ziele, die, wenn auch nicht für die Allgemeinheit der Menschen, so doch für sie selbst, bedeutend sind.

 

Die letzte Sorte der Menschen sind die, die einmal gut waren. Gut, indem sie nach ihren Überzeugungen und Einsichten gehandelt haben. Gut, indem sie an ihre Mitmenschen und dann erst an sich selbst gedacht haben. Offen und ehrlich gehandelt haben - den Prinzipien der durachaus guten Menschen folgend. Ihr Charakter ist allerdings labil und veränderbar. Sie sind falschen Überzeugungen gefolgt, von denen sie wussten, dass sie falsch waren. Aber ihre falschen Handlungen haben sie trotz ihrem eigentlich richtigen Bewusstsein ausgeführt. Sie sind sich selbst und ihren richtigen Überzeugungen nicht treu geblieben, wodurch sich ihr Charakter gewandelt hat. Sie verfolgen dadruch die falschen Prinzipien und Einstellungen. Diesen Menschen sollte kein Vertrauen entgegengebracht werden. Auch des Respekts sind sie nicht würdig. Sie kennen die Ausmaße ihres Handelns und Wissen über seine falsche Beschaffenheit. Sich erneut zu wandeln bedarf eines hohen Aufwandes, den sie meist nicht meistern können, da sie sich an die Leichtigkeit von Lügen und Misstrauen angewöhnt haben. Eine Wandelbarkeit ist nicht ausgeschlossen, aber durchaus schwierig.

 

Oft zu schwierig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8.2.10 15:07, kommentieren

this time i as i

and not as we...

 

Ist das so lang her? 

Mit diesem Lied in meinen Ohren über Düsseldorfs Straßen zu einer Wohnung gegangen, die ich hasste, zu einem Menschen, den ich nicht mehr liebte.

Habe ich gedacht.

 

Und jetzt? 

Alles beim Alten, aber anders. 

Noch unsicherer. 

Noch mehr Zweifel.

Und Erinnerungen, die nicht mehr auszulöschen sind.

 

Und dieses Gefühl. Es ist wieder da. Und es will einfach nicht weggehen. 

Ich habe nicht durchgehalten. Und jetzt muss ich tragen, was ich versucht habe.

Und dann frage ich mich wieder, wieso ich denn unbedingt ohne dich sein wollte. Wie ich dich verlassen konnte.. wie ich so stark sein konnte, für eine so kurze Zeit..

 

Und dann dieses Lied... 

und alles ist wieder da. Aber diesmal nicht zukunftsweisend..

Reborn and shivering
Spat out on new terrain
Unsure, unconvincing
This faint and shaky hour

Day one, day one
Start over again
Step one, step one
I'm barely making sense

For now I'm faking it
'Till I'm pseudo-making it
From scratch, begin again
But this time I as I and not as we

Gun-shy and quivering
Timid without a hand
Feign brave with steel intent
Little and hardly here

Day one, day one
Start over again
Step one, step one
With not much making sense

Just yet I'm faking it
'Till I'm pseudo-making it
From scratch, begin again
But this time I as I and not as we

Eyes wet toward
Wide open frayed
If God's taking bets
I pray he wants to lose

Day one, day one
Start over again
Step one, step one
I'm barely making sense

Just yet I'm faking it
'Till I'm pseudo making it
From scratch, begin again
But this time I as I and not as we

..sondern als tiefer Schmerz in der Vergangenheit.

Die ich jetzt so gerne wieder haben will.

1 Kommentar 13.11.09 20:11, kommentieren

die welt so klein

 

Manchmal wirkt die Welt so klein
Erstreckt sich auf ein Zimmer
Da sitz ich dann, mit mir allein
Und frage mich noch immer

Was machst du bloß, was dacht‘ ich denn?
Glaubt hier noch wer an Ziele
Ich hätt geschworen, dass ich dich kenn
Was bleibt sind nur Gefühle

Was sich einmal eingeprägt
Das bleibt für immer dort
Weil das Herz es mit sich trägt
Die ungereute Tat, das leere Wort

Was mach ich bloß, was denkst du denn
Immer noch, dass du mich kennst?
Ich lasse los und lauf und renn
Hier liegt kein Gold, das glänzt

 

Manchmal wirkt die Welt so klein
Erstreckt sich nur auf einen Ort
Da sitz ich dann, in meinem Sein
Und sitze hier und will nur fort

1 Kommentar 30.10.09 21:48, kommentieren

Das Herz ist trügerisch

 

Das Herz beginnt über Angst zu sprechen..

Es bekommt Angst, dass es seine Träume niemals erreichen könnte.

Es redet sich ein, dass es bereits zufrieden sei, weil es ja schon viel gefunden habe.

Das Herz ist trügerisch.

Aber weil es dies ist, beweist es, dass es noch lebendig ist. Es ist ganz normal Angst davor zu haben, alles, was man bereits erreicht hat, für einen Traum einzutauschen.

Dennoch muss man auf sein Herz hören, weil man es niemals zum Schweigen bringen kann. Die innere Bestimmung ist so tief im Herzen vergraben, dass der Wunsch nach ihrer Erfüllung niemals ganz verschwinden wird.

Und selbst wenn man so tut, als könne man das Herz nicht hören, so wird es doch immer wiederholen, was es vom Leben und von der Welt hält.

Und wenn es dabei trügerisch ist, dann ist dies wie ein Hieb, auf den man nicht gefasst ist.

Wenn man sein Herz aber gut kennt, dann wird nichts Unerwartetes kommen. Denn man wird seine Träume und seine Wünsche kennen und mit ihnen umgehen können. Niemand kann vor der Stimme seines Herzens fliehen. Deshalb ist es besser, darauf zu hören.

Damit niemals ein Hieb kommt, auf den man nicht gefasst ist.

 

Wenn man mit seinem Herz vereint ist, dann wird einer unfähig den anderen zu betrügen.

 

--

 

Ich betrüge mein Herz jeden Tag. Und ich weiß es.

Manchmal betrügt es auch mich. Dann lass ich es zu, doch ich weiß es.

Das Wissen um dieses Spiel macht ein Ende unmöglich, weil keiner weiß, wer gewinnen soll.

1 Kommentar 12.8.09 01:06, kommentieren

Es geht mir gut



..weil ich weiß, dass jemand an mich denkt.

Und du sagst, dass du an mich denkst.

 

Es geht mir gut

..weil ich weiß, ich könnte dich jederzeit anrufen.

Und dann rufst du mich an.

 

Es geht mir gut

..weil ich weiß, ich könnte jederzeit zu dir kommen.

Und dann kommst du zu mir.

 

 Es geht mir gut

..weil ich weiß, dass ich all diese Dinge machen könnte.

Aber ich mache sie nicht. Nicht so wie du.

 

Nicht so wie du.

 

12.8.09 00:55, kommentieren